Historie

Chronik der Abteilung

1926

Im Jahre 1926 wurde der erste Versuch unternommen, einen Fußballverein zu gründen. Als VfB wollte man an den Punktspielen teilnehmen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der Platzfrage und am seinerzeitigen Widerstand, der dem Fußballsport von verschiedenen Seiten entgegengebracht wurde. Die damals Fußballbegeisterten mussten deshalb bei umliegenden Vereinen, wie z. B. Neckarsulm und Böckingen, ihrem Fußballsport nachjagen. In Obereisesheim wurde aber weiter, wenn auch nur zum Spaß, auf dem "Gänsewasen", einer Wiese, auf der heute die Festhalle steht, gekickt.

1934

Aufhalten ließ sich der allgemeine Trend zum Fußballsport damals aber nicht. 1934 war es dann auch in Obereisesheim so weit. Vom damaligen Bürgermeister Wahl wurden 11 Unterschriften verlangt, aber weit mehr konnten vorgelegt werden. 38 Fußballbegeisterte trafen sich im Gasthaus „Zum Ochsen" das gegenüber dem Rathaus lag. Die Fußballer kamen aus allen Bereichen des Sports, vom Kraftsport, Ringen, Turnen, Handball usw. und wählten Fritz Wildenstein zu ihrem ersten Spartenleiter. Zwischen der Neckargartacher Straße und dem Freibad stellte die Gemeinde eine Wiese zur Verfügung. Der neue Sportplatz musste von den Kickern in Eigenarbeit umgepflügt, geebnet und eingesät werden. Ein Masten an der Auslinie, sowie ein „stilles Örtchen" bei der Eckfahne hielt die Spieler nicht davon ab, ihren geliebten Sport zu betreiben. Da auf dem Platz, bei der alten Pumpenstation nicht sofort gespielt werden konnte, fuhr man zum ersten Spiel nach Schwaigern, zum dortigen TSV. Der Auftakt war nicht gerade verheißungsvoll, denn es setzte eine 3:0 Niederlage. Das erste Tor, das in der Vereinsgeschichte hingenommen werden musste, wird den Oldies in Erinnerung bleiben. Ein Ball, der das Tor verfehlt hätte, setzte auf, sprang von einem Maulwurfshügel unhaltbar und völlig unerwartet ins Obereisesheimer Gehäuse.

1934

Zur Platzeinweihung lud man den TSV Jagstfeld ein. Dieser hatte schon mehr Erfahrung und versetzte den Obereisesheimern eine 1:3 Niederlage. Im selben Jahr, im Herbst 1934, nahm man den Spielbetrieb mit einer aktiven Mannschaft auf. Das Erfreulichste in dieser Zeit war, man konnte eine Jugend - Mannschaft melden. Für den Fortbestand einer so jungen Abteilung natürlich von aller größter Bedeutung. Zu den Auswärtsspielen fuhr man in der Regel mit dem Fahrrad. Fahrten nach Gundelsheim, Züttlingen, Schluchtern - um nur einige zu nennen - waren völlig normal. Zu manchen Spielen konnte man aber auch einen Pritschenwagen, den Karl Stadelmaier zur Verfügung stellte, benutzen.