Carsten Schneider feiert 60. Geburtstag!
- 30.09.2026
Am Freitag 25. September feierte unser Sportkamerad und VfL Ehrenmitglied Carsten Schneider seinen 60. Geburtstag.
Carsten kam durch sein Vater Gerhard zum Tischtennis und ist seit seiner Jugend mit dem VfL Tischtennis verbunden.
In den 90er Jahren prägte Carsten zusammen mit seinem Bruder Heiko die 1. Mannschaft. Zusammen waren sie ein sehr erfolgreiches Doppel. Auch in den 2000er Jahren war Carsten stets ein Punktegarant der Ersten, meist im vorderen Paarkreuz. Mit seinem Noppenbelag auf der Rückhand und seinem Ehrgeiz an Platte war er im Bezirk Heilbronn von vielen Gegnern gefürchtet.
In den 2010er Jahren übernahm dann zunehmend die jüngere Generation seinen Part in der 1. Mannschaft und er spielte überwiegend in der 2. Mannschaft. Zeitweise spielten seinen Söhne Kevin und Danny gemeinsam mit ihm in der Mannschaft. Dennoch kam er in der erfolgreichsten Phase der ersten Mannschaft gelegentlich zum Einsatz.
In den 2020er Jahren häuften sich seine Einsätze in der 1. Mannschaft durch personelle Engpässe, Abgänge und Karriereenden. So war er in der Saison 2023/24 Teil des 2. Aufstieg in die Landesklasse und war von da an wieder fest in der 1. Mannschaft. Auch wenn sein Spielniveau durch Kreuz-/Knieschmerzen, Kondition oder "I sääähs ned" zuletzt meist nicht mehr ganz reichte, konnte er dennoch gelegentlich wichtige Punkte für den VfL einfahren.
Als Funktionär engagiert sich Carsten schon seit über drei Jahrzehnten. Unter anderem war er ein Jahr Jugendleiter, drei Jahre Abteilungsleiter und seit 22 Jahren ist er stellvertretender Abteilungsleiter. Auch die Rolle als Mannschaftsführer hatte er viele Jahre inne. Ebenso war er viele Jahre Jugendtrainer. Viele der heutigen Aktiven Spieler können auf zahlreiche Trainingsstunden mit Carsten zurückblicken und haben einiges von ihm gelernt. Gerade zu den Jugendlichen hat Carsten durch seine witzige, lockere Art immer einen sehr guten Draht aufbauen können.
Sein Spielverständnis sowie taktische Raffinesse zeichnen ihn als sehr guten Betreuer aus, so konnte er vielen im Verein zum Sieg verhelfen.
Über die Jahre hat Carsten einige Spitznamen verpasst bekommen, ein hautsächlich in Tischtennis Kreisen bekannter ist „die Fürstin von Monaco“. Entstanden beim Bordighera Ausflug 2006, als er ständig davon sprach beim Tagestrip nach Monaco eine Audienz beim neuen Fürsten von Monaco (Albert II.) bekommen zu wollen. Ihm wurde vorgeschlagen, er könne den damals ledigen Albert heiraten, dann wäre er die Fürstin von Monaco. Trotz vor Selbstbewusstsein strotzen durch den zuvor gewonnenen „Bordighera-Cup“ blieb dieses Ziel unerreicht. Carsten setzte sich im Finale mit seinem Partner gegen die Überraschungsfinalisten Manuel Pilchowski und seinem erst etwa neun Jahre alten Doppelpartner durch. Beinahe wäre er jedoch schon früh gegen das Doppel von Jugendspieler Boris Winter gescheitert, als dieser einen Matchball vergab. Hier Entstand auch der legändere Satz „gugg der se genau oh“ (seine Noppen).
Ein weiterer Ausflug in Verbindung mit Carsten ist in Tischtennis Kreisen bestens in Erinnerung. Carsten organisierte 2017 den Abteilungsausflug zur Neckarsulmer Partnerstadt Budakeszi in Ungarn. Großer organisatorischer Vorteil war, dass seine Frau Agota Ungarin ist und auch er die Sprache spricht. Dank seiner familiären Verbindung nach Ungarn hatte glücklicher Weise alles mit der Unterkunft geklappt. Wenige Wochen vor dem Ausflug fand Carsten beim Besuch der Schwiegereltern heraus, dass das ursprünglich gebuchte Hotel verkauft wurde und wegen Umbau geschlossen war. Kurzfristig fand er eine Ersatzunterkunft und so stand einem erfolgreichen Ausflug nichts im Wege. Die Gastfreundschaft Budakeszi's sowie die tolle Organisation von Carsten bleibt allen positiv in Erinnerung. Auch das extra organisierte Tischtennisturnier. Vor Beginn wurde Carsten vom lokalen TV Sender interviewt. Er war wohl ganz froh, dass ihm auf Deutsch übersetzt wurde, da er trotz seiner guten Sprachkenntnisse doch nicht alles verstand. Von Obereisesheimer Seite war ein absolutes Highlight das Achtelfinalmatch zwischen Carsten und Boris Winter. Hatte man Carsten doch seit Jahren nicht mehr so agil und elegant an der Platte spielen sehen. Manch einer vermutete sogar, dass er sein ganzes Pulver für die restliche Saison verschossen hatte. Die Zuschauer sahen ein packendes und nervenaufreibendes Match, das am Ende Boris nach 5 Sätzen für sich entscheiden konnte und ihm eine kleine Revenge für Bordighera gelang.
Auch bei den Skiausfahren war Carsten mit seiner Ausrüstung und Technik immer ein Hingucker. Mit seinen über zwei Meter langen „Pommes-Latten“ und der klassische Parallel-Technik, stets in Jeanshose und ohne Kopfbedeckung unterwegs, zeigte er der Jugend wie man früher Ski gefahren ist. Natürlich hatte er auch entsprechende Storys auf Lager.
Auf Grund seiner zahlreichen, „legendären“ Storys von früher wird Carsten im Freundeskreis seiner Söhne „Legende“ genannt. Dies passt auch ganz gut zu seiner VfL Tischtennis Kariere.
Auf diesem Weg wünscht die Tischtennis Abteilung dem Jubilar weiterhin alles Gute, viel Gesundheit im Kreis seiner Familie und Freunde und vor allem weiterhin viel Erfolg an der Tischtennisplatte.
Bericht Boris Winter

